Anfänglich war mir der Kult, der diese Modellreihe umgibt, nicht nachvollziehbar.
"Die Menschen brauchen halt Cinchbuchsen ...", so schien es mir.
Schon die ersten Höreindrücke mit dem unmodifizierten Gerät, haben mich von diesem Modell überzeugt, der Klang ist beeindruckend.
Es gibt von keinem PlayStation Modell so viele Varianten wie von der SCPH-1002. Mir sind bisher vier Mainboardtypen bekannt, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Es gibt zwei verschiedene Powerboards und zwei unterschiedliche Laserunits. Die Seriennummer des Geräts läßt leider nur sehr ungenau erkennen, um welche Variante es sich handelt. Die Laserunit kann bei einem ungeöffneten Gerät noch bestimmt werden, jedoch lassen sich das Mainboard und das Netzteil nur durch das Öffnen des Geräts bestimmen. Der Flexcable-Verbinder für die Laserunit ist mechanisch empfindlicher, als bei den nachfolgenden Modellen.
Unglücklicherweise weißt gerade das klanglich so bemerkenswerte ersten Modell der PlayStation deutliche Konstruktionsmängel auf. Die Leistungsaufnahme der SCPH-1002 ist deutlich höher als bei den späteren Modellen, dadurch ist die Eigenerwärmung des Gerätes höher. Die Laserunit ist im Gegensatz zu den folgenden Modellen näher am Powerboard angeordnet. Der Hitzestau führt dazu, das sich der Schlitten der Laserunit ausdehnt und dadurch bedingt der Abrieb erhöht. Der Verschleiß der Laserunit nimmt zum Ende der CD zu. Der Schlitten sackt ab, die Daten werden nicht mehr korrekt eingelesen. Das ist der Grund, weshalb gerade die ersten SCPH-1002 Modelle nur eine kurze Lebenserwartung hatten.
[ Klang ]
Keine andere PlayStation klingt so natürlich, feinfühlig und ausgewogen. Hörbar sauberste Basswiedergabe. Flügel, Klavier und Vibraphone perlen dem Hörer nur so entgegen. Das Klangerlebniss für intime Aufnahen von Jazz-Trios und Streichquartette. Besonders bei Liveaufnahmen, schafft es dieses Gerät, den Zuhörer seine Audiokette vergessen zu lassen.
Auch bei diesem Modell bevorzuge ich den AV-Multistecker, denn die eingebauten Cinchbuchsen sind minderwertig. Idealerweise lötet man die Kabel seiner Wahl direkt auf das Mainboard.
Die Ausgangstufe aller PlayStation Modelle ist ungünstig dimensioniert. Das volle klangliche Potential bleibt dem Hörer leider meist vorenthalten und hängt sehr von der nachgeschalteten Verstärkerstufe und den verwendeten Kabeln ab.
Eine eigenentwickelte Ausgangsstufe, die dieses Problem beseitigt, befindet sich in der Erprobungsphase.
[ Fazit ]
Dieses Modell ist die klangliche Referenz der PlayStation. Das Gerät ist wegen der überhöhten Eigenerwärmung nicht im unmodifizierten Zustand dauerhaft zu betreiben. Durch die Auslagerung des Powerboard in ein externes Gehäuse und eine geänderte Ausgangsstufe, gewinnt das Gerät enorm.
[ Lasereinheit ]
KSM-440 AAM KSM-440 ACM
[ Hauptplatine ]
PU-8